Friedrich Lips

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 Donnerstag, 25.Mai 2017 01:37 
THE LAST SUPPER

FACHWERK / KAPOTE

 

Lips CD 027
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1. Sofia Gubaidulina (*1931): FACHWERK (2009)                                              33:44

                                                    für Akkordeon, Schlagzeug und Streicher

2. Giya Kancheli (*1935): KAPOTE  (2006)                                                         28:24

                                             für Akkordeon, Schlagzeug, Bassgitarre und Streicher                         

Gesamtspielzeit     62:08                                                                        

Friedrich Lips (Bajan)

1. Symphonieorchester der Russischen Musikakademie Gnesin

    Dirigent: Alexander Solowjow

    Live-Aufnahme im Konzertsaal der Gnesin Musikakademie am 13. Dezember2013

2. „Orpheus“ Radio-Symphonieorchester;  Dirigent: Sergey Kondraschow

Die Idee zu „Fachwerk“ (gewidmet Geir Draugsvoll) kommt vom gleichnamigen architektonischen Stil. Es handelt sich dabei um einen Skelettbau, bei dem die horizontale Aussteifung mittels schräg eingebauter Streben erfolgt. Diese Streben sind an den  Außenseiten des Hauses sichtbar und geben ihm somit ein unverwechselbares Aussehen. Solche Häuserkonstruktionen sind charakteristisch in Alpenregionen: in der Schweiz, in Österreich, dem Elsass in Frankreich ... In diesem Werk dreht Sofia Gubaidulina, den Gesetzen dieses architektonischen Stils folgend, das Instrument quasi von innen nach außen und zeigt uns so ein Maximum an Möglichkeiten, die in der besonderen Konstruktion des Akkordeons liegen: sowohl ein neues Verständnis der Rolle des Standardbass-Manuals und seiner Verbindung zum Melodiebass-Manual, als auch eine Vielzahl von Ton-Glissandi, darunter auch mehrstimmige ... Dieser ganze konstruktive Rahmen wird dank des Einfallsreichtums und der Phantasie der Komponistin zu einem bunten emotionalen Bild und hat eine starke Wirkung auf den Zuhörer.

Giya Kancheli wird manchmal „Maestro der Stille“ genannt.  „Kapote“ bedeutet in der Übersetzung aus dem Griechischen „einst, vor Zeiten“. Ein origineller Minimalismus und eine sehr feine Klangmalerei blenden den Hörer buchstäblich mit ihrer magischen Schönheit. Phantasievolle Konturen, seinerzeit („Kapote“) gleichsam erstarrt in kristallklarer Schönheit, umhüllen langsam unsere Ohren. Unser Bewusstsein hört heraus einst vernommene Melodien sowie Tangorhythmen, eine Tarantella, eine Anspielung auf den Klang der Drehorgel, der kaukasischen Harmonika... Der Mensch lebt in der Zukunft. Unser Wesen ist darauf fixiert, was wir morgen, in einem Monat, in einem Jahr tun müssen ... In unserem Zeitalter der aggressiven Informationsflut scheint es manchmal, dass wir keine Zeit mehr haben zu leben. Und nur wenigen ist es gegeben, sich frei zu fühlen, ohne jedwede Probleme gerade in einem bestimmten Augenblick. Wenn wir dieses Werk Kancheli’s hören, kommen uns die Worte von Papst Benedikt XVI in den Sinn:  „Die Musik hat drei Quellen: Liebe, Trauer und Begegnung mit Gott.“

 

 

  Letztes Update der angezeigten Seite: 27.August 2015, 10:19 

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